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Geschichte der Angioplastie

Erste Behandlungsoption – der koronare Ballonkatheter
Die von Dr. Andreas Grüntzig begründete Angioplastie mittels Koronarkatheter nahm ihren Anfang im September 1977. Er schuf die Basis für die heutige interventionelle Kardiologie, jenes Teilgebiet der Kardiologie, das verschlossene Herzkranzgefäße mit Kathetern und Führungsdrähten wieder eröffnet und so die Blutversorgung des Herzmuskels wieder herstellt. Im Gegensatz zur höchst invasiven „Chirurgie am offenen Herzen“, die zu dieser Zeit gängige klinische Praxis für alle Patienten war, sind diese während des Kathetereingriffs bei vollem Bewusstsein.

Kurze Biografie von Dr. Andreas Grüntzig bei Angioplasty.Org (englisch)

Die Erfindung der unbeschichteten Metallstents reduziert das unerwünschte Recoil der Arterie
1986 implantierten Jacques Puel und Ulrich Sigwart erstmals ein selbstausdehnendes Metallgitter in das behandelte Gefäß um der elastischen Reaktion der aufgedehnten Koronararterie entgegen zu wirken. Richard Schatz und Julio Palmaz führten den so genannten Palmaz-Schatz-Stent ein, der auf einem Ballonkatheter montiert ist. Dieser so genannte ballonexpandierbare Stent wurde durch Aufdehnen des Ballons entfaltet. Mit Aufkommen der Blutplättchenhemmenden Doppeltherapie entwickelte sich Ende der neunziger Jahre der Einsatz metallischer Stents zur Standardpraxis.

Medikamenten-beschichtete Stents führten zu unerwarteten Komplikationen
Neben der rein mechanischen Funktion der Ballonaufdehnung und der Stentimplantation, durch die eine ehemals verschlossene Herzkranzarterie offen gehalten werden soll, entwickelte sich das Konzept der Medikamenten-freisetzung. Dieses soll dem überschießenden Zellwachstum in der behandelten Koronararterie entgegenwirken. Die Stents wurden mit einem Reservoir aus Polymer beschichtet, aus dem anschließend der dort enthaltene Wirkstoff in die Gefäßwand austritt. Mit dem Aufkommen der ersten medikamenten-beschichteten Stents in 2002 ließ sich die Häufigkeit der erneuten Stenose bzw. des erneuten Verschlusses der behandelten Arterie weiter senken. Doch wurde der Vorteil der geringeren Restenoserate durch einen Anstieg in der Häufigkeit von Blutgerinnseln und thrombotischen Ereignissen überschattet, welche sich an der Innenfläche der medikamenten-beschichteten Stents tendenziell häufiger bilden. 

Überblick über die medikamenten-beschichteten Stents bei Angioplasty.Org (englisch)

Der Medikament-freisetzende Ballon wird die derzeitigen Grenzen der medikamenten-beschichteten Stents sprengen
Bruno Scheller und Ulrich Speck entwickelten 2004 einen Katheter mit einem Medikament-freisetzenden Ballon, der ursprünglich bei erneut verschlossenen Gefäßen die schon mit einem Stent behandelt wurden, eingesetzt wurde. Seitdem findet sich immer mehr Evidenz, die für den Einsatz dieses Medikament-freisetzenden  Ballonkatheters bei der so genannten In-Stent-Restenose spricht.

Des Weiteren haben neueste Studien zum Einsatz des Medikament-freisetzenden Ballons bei bestimmten Untergruppen der Patienten positive Ergebnisse erbracht.

Wissenschaftliche Informationen